Herbstzeit

 

Entschlacken, Entrümpeln, Loslassen

 

Diese Themen beschäftigen viele Menschen. Wir  h a b e n  zu viel, essen zu viel, denken zu viel und hocken auf unseren alten Emotionen und halten diese in uns fest. In uns Platz zu schaffen kann sehr befreiend sein. 

Ein Anfang könnte auf der materiellen Ebene gemacht werden mit dem gründlichen Ausmisten von Kleidern/Büchern und allem, was wir nicht wirklich benötigen. Verschenken, spenden oder zumindest im Estrich oder Keller zwischenlagern? 

Weniger essen, sich eine Entlastungswoche gönnen, z.B. indem wir nur Salate, Kräuter, Gemüse und Früchte zu uns nehmen mit wenig Salz, das ist eine Wohltat für den Stoffwechsel, den Darm und die Leber. Unsere Haut strafft sich und überflüssiges Wasser kann ausgeschieden werden.

Auch eine Medienpause, und wenn es nur einige Stunden am Tag sind, ist eine Wohltat. Unsere Gehirne sind vollgestopft mit Überflüssigem und es braucht immer wieder innere Distanz, um sich nicht mitreissen zu lassen von all den "To Do's".

Ein Entrümpeln ist auch möglich im gedanklichen Bereich. Wenn Sie sich Zeit nehmen, ihre Gedanken in stillen Momenten zu beobachten, zu Papier zu bringen, und dann zu hinterfragen, ist ein grosser Schritt getan. Die Gedanken haben uns oft so sehr im Griff, dass wir ihre Sklaven werden, anstatt ihre Meister zu sein. Unsere Gedanken entstehen aus der Vergangenheit, sind oft behindernd, bremsend oder sogar zerstörerisch.

Unsere Aufmerksamkeit können wir auf unseren Körper richten, ihm zuhören, erkennen, was er braucht. Wir können eine Zeit lang einfach auf dem Balkon oder im Garten mit geschlossenen Augen den Vögeln und anderen Geräuschen zuhören, ohne ihnen gedanklich nachzugehen, einfach nur lauschen...das ist (ent)spannend und führt uns in die Stille.

Oder uns einmal ganz auf die Wahrnehmung einer Blume oder eines Baumes einlassen, einem Kind unsere ganze Aufmerksamkeit schenken. Es gibt viele Möglichkeiten, unseren Verstand ruhiger werden zu lassen.

Im emotionalen Bereich können wir uns fragen, wo wir festhalten an Groll, Ärger, Ablehnung, Wut, wo wir das Band der Schuldzuweisung loslassen können. Das befreit in erster Linie uns, ein Geschenk an uns selbst. Wir sind selbst verantwortlich für unsere Gedanken und Gefühle und das stärkt die Macht, etwas zu bewegen in unserem Leben.

Eine liebevolle Beschäftigung mit dem kindlichen Teil in uns, mit Wünschen, Bedürfnissen, Gefühlen jeglicher Art und mit unserem spielerisch kreativen Teil bringt uns unserem Herzen näher und dem Selbstmitgefühl, was in uns Druck wegnimmt.

 

Ich wünsche Ihnen eine leichte und freundliche Herbstzeit mit Platz zum SEIN.

 

Frauke Peter